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Hier finden Sie für Ihre Berichterstattung nach Themen geordnet interessante Informationen zum girocard-System, zur Technik, zur Sicherheit u. v. m. Wenn Sie hierzu Fragen haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

 

Was ist die girocard?

Über 100 Millionen girocards sind in Deutschland im Umlauf. Doch was ist die girocard genau und welche Funktionen hat sie? Ein Überblick.

Was-ist-diegirocard


Das girocard-System besteht grundsätzlich aus den zwei Debit-Zahlungssystemen „electronic cash“ und dem „Deutschen Geldautomaten-System“.

 

Da für den Nutzer eine derartige Unterscheidung aber nicht verständlich war, löste im Jahr 2007 die Marke girocard beide Systeme ab und bildete das girocard-System. Gleichzeitig wurde im Jahr 2007 die Bezeichnung „ec-Karte“ durch die Bezeichnung „girocard“ abgelöst. Die Bankkarten wurden ab diesem Zeitpunkt mit dem girocard-Logo versehen. Heute befinden sich in Deutschland über 100 Millionen girocards der Banken und Sparkassen im Umlauf.

Durch diese Umbenennung sollte ebenfalls die Akzeptanz deutscher Debitkarten im Ausland vereinfacht werden – ganz im Sinne von SEPA.

Zusätzlich zu der Bezahlung mit PIN im Handel oder dem Bargeldbezug am Geldautomaten bietet die girocard eine ganze Reihe an nützlichen Funktionen:

Schlüssel zum Girokonto

  • Online-Banking
    Mit der girocard und bspw. einem Chip-TAN-Generator können Sie bequem von zu Hause oder unterwegs  ihre finanziellen Angelegenheiten steuern.

  • Selbstverwaltung am Terminal
    Mit der girocard können Sie zahlreiche Selbstverwaltungsfunktionen an Terminals Ihrer Bank oder Sparkasse tätigen. Dazu gehören unter anderem einmalige Überweisungen, die Einrichtung oder Bearbeitung von Daueraufträgen oder einfach nur das Drucken von Kontoauszügen.

Prepaid Bezahlen

  • GeldKarte – Die digitale Geldbörse
    Auf einem Großteil der ausgegebenen girocards ist die Prepaid-Bezahlfunktion „GeldKarte“ integriert. Trägt die girocard auf der Rückseite das GeldKarte-Logo, dann können Kleinbeträge mit dieser Prepaid-Börse bezahlt werden. Mit maximal 200 Euro aufladbar kann man damit an über 420.000 Akzeptanzstellen bezahlen, beispielsweise für Tickets im ÖPNV oder am Parkautomaten. Einfach stecken. Fertig.

  • girogo – Bezahlen im Vorbeigehen
    Die kontaktlose Prepaid-Variante auf der eigenen girocard. Mit dem kontaktlosen Bezahlsystem girogo kann man schnell und einfach Beträge bis 25 Euro bezahlen. Dabei braucht man nur seine girocard nah an das Bezahlterminal halten und der entsprechende Betrag wird von dem, wie bei der GeldKarte auch, vorher aufgeladenen Guthaben abgebucht – das Einstecken in ein Terminal oder die PIN-Eingabe sind nicht nötig. Sowohl girogo als auch die GeldKarte greifen auf dasselbe Guthaben auf dem Chip zu (max. 200 Euro).

Weitere Zusatzfunktionen

Neben den oben genannten Funktionen bietet Ihre girocard darüber hinaus eine Reihe von nützlichen Zusatzfunktionen

  • Diskrete Bezuschussung
    Soziale Zuschüsse und Transferzahlungen können mit dem intelligenten Chip auf der girocard diskret gewährt werden.

  • Jugendschutzmerkmal
    Anonymer und sicherer Alterscheck 16 oder 18 per Jugendschutzmerkmal auf der girocard. Dieser Jugendschutz kommt beispielsweise am Zigarettenautomaten zum Einsatz.

  • E-Ticketing
    Auf dem Chip der girocard können beispielsweise Eintrittskarten für Veranstaltungen, Fahrscheine im ÖPNV oder Parktickets bequem gespeichert werden.

  • Digitale Signatur
    Die eigenhändige Unterschrift kann auf der girocard digital hinterlegt werden. So können Sie sich beispielsweise beim eGovernment rechtssicher per Karte authentifizieren.

  • Zeiterfassung
    Die Identifikation von Firmenmitarbeitern, die Zutrittskontrolle zu gewissen Bereichen und die Erfassung von Arbeitszeiten sind ebenfalls mit der girocard möglich.

  • Bonusprogramme
    Bonuspunkte für den Einkauf können auf dem Chip gespeichert und damit eingelöst werden. So ist beispielsweise auch die Teilnahme an Citycard-Programmen oder Pfandrücknahmesystemen möglich.

So hat man eine Karte für alles und diese immer dabei.

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Was ist die girocard? 

Die girocard: Mehr als eine Karte

Mit der girocard und ihren vielfältigen Funktionen sind Sie jederzeit und überall gut aufgestellt. Die Basis der Funktionalitäten der girocard bildet das dahinterstehende girocard-System der Deutschen Kreditwirtschaft. Dieses setzt sich aus zwei Systemen zusammen – dem Deutschen Geldautomaten-System (DGS) und dem Bezahlsystem girocard am POS (ehemals electronic cash).

Dank des Deutschen Geldautomatensystems finden Sie in ganz Deutschland einen von 60.000 Geldautomaten ganz in Ihrer Nähe. Da das DGS ein Teil des weltweiten Maestro-Geldautomaten-Systems ist, werden auch im Ausland ausgegebene Karten akzeptiert. Der Bargeldbezug ist dabei kostenlos für Automaten der eigenen Hausbank oder des eigenen Bankenzusammenschlusses (z. B. Cashgroup). Bei einem Bargeldbezug an Automaten eines fremden Kreditinstituts können ggf. Gebühren anfallen. Damit ein Geldautomat Teil des Deutschen Geldautomaten-Systems wird, muss er zunächst eine Zulassung durchlaufen, bei der u. a. ein Funktionstest und eine Sicherheitsevaluierung durchgeführt werden. Durch die Einhaltung aller Anforderungen des SEPA Cards Framework (SCF) und des European Payment Council (EPC) ist jeder Automat des DGS zudem durchgängig SEPA-kompatibel.

Mittels des girocard-Systems (ehemals electronic cash-System) – also über das Bezahlen mit Chip und PIN – kann im Handel am POS (Point of Sale) schnell und einfach bezahlt werden: Karte stecken, Zahlbetrag prüfen und mit der PIN bestätigen. Nach einem kurzen Augenblick ist die Zahlung abgeschlossen. Und das geht praktisch überall in Deutschland – achten Sie auf das electronic cash bzw. sich immer mehr verbreitende girocard-Logo.

Händler profitieren mit girocard von der erhöhten Kundenfreundlichkeit und von garantierten Zahlungen dank des Autorisierungssystems. Auch das Händlerentgelt ist fair gestaffelt und kann in bilateralen Verhandlungen selbst oder durch einen sogenannten Händlerkonzentrator beeinflusst werden.

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Die girocard: Mehr als eine Karte

Die technischen Abläufe hinter der girocard

Bei Kartenzahlung ist der Ablauf für den Kunden meist klar: Karte stecken, PIN eingeben und Karte nach Abschluss der Zahlung wieder entnehmen. Aber was passiert eigentlich im Hintergrund, während die girocard sich im Terminal befindet?

Im ersten Schritt gibt das Kassenpersonal den zu zahlenden Betrag in das Terminal ein. Moderne Kassensysteme leiten den Betrag automatisch an das Terminal weiter, sofern Kartenzahlung als Bezahlmethode ausgewählt wurde. Die Karte wird nun in das Terminal gesteckt und stellt für den Datenaustausch eine Verbindung zum sogenannten Netzbetreiber her. Der Kunde muss sich nun durch Eingabe der richtigen PIN verifizieren.

Sofern die Zahlung nicht offline anhand der Bonitätsinformationen auf dem Chip abgeschlossen werden kann, wird anschließend eine Autorisierungsanfrage beim kartenausgebenden Institut gestartet: Ist das Konto gesperrt? Ist das Konto für die Bezahlung nicht ausreichend gedeckt oder würde durch die anstehende Transaktion der Dispositionskredit überzogen? Beantwortet das Rechenzentrum des kartenausgebenden Instituts alle Fragen mit Nein, wird der Bezahlvorgang autorisiert und das Konto mit dem zu zahlenden Betrag belastet.

Der Datenaustausch wird somit nach erfolgreicher Bezahlung beendet. Ist die Autorisierung nicht erfolgreich, wird der Datenaustausch ohne Belastung beendet, da die Zahlung für den Händler nicht garantiert werden kann. In jedem Fall erstellt der Drucker am Terminal eine Bestätigung.

Übrigens: Bei Bezahlung mit GeldKarte oder girogo wird keine Autorisierungsanfrage benötigt, um dem Händler eine Zahlung zu garantieren. Da die Bezahlfunktionen GeldKarte und girogo auf der girocard auf Prepaid-Guthaben basieren, gelingt die Zahlung nur, wenn der Chip mit genügend Guthaben aufgeladen ist.

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Die technischen Abläufe hinter der girocard

Was ist girocard am POS? Was bedeutet electronic cash? Was ist das Zahlen mit Chip und PIN?

girocard (ehemals electronic cash) ist ein POS-Debitkarten-System, das von der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) betrieben wird. Die DK verwaltet dieses System und entwickelt es stets weiter. girocard und electronic cash bedeuten dasselbe. Seit 2007 verwendet die DK den allumfassenden Begriff girocard auch für electronic cash.

Bei girocard handelt es sich um ein strikt PIN-basiertes Debitverfahren, bei dem Transaktionen sofort nach dem Einreichen der Transaktionen durch den Händler bei seinem Kreditinstitut dem aktuellen Konto des Karteninhabers belastet werden. Die zugehörige girocard (also die physische Plastikkarte) wird dem Karteninhaber üblicherweise bei der Eröffnung des Kontos ausgestellt.

Um am POS (Point of Sale) mit der girocard bezahlen zu können, muss der Kunde die Karte stecken und am Bezahlterminal die Transaktion mit Eingabe seiner PIN bestätigen. Zunächst versucht das Terminal, eine Offline-Transaktion anhand der Bonitätsinformationen auf dem Chip einzuleiten. Schlägt dies fehl oder handelt es sich um ein reines Online-Terminal, stellt das Kartenterminal eine Autorisierungsanfrage an das Kreditinstitut des Kunden.

Im Rahmen dieser Anfrage wird unter anderem geprüft, ob es sich um eine gültige Karte (nicht gesperrt oder abgelaufen) handelt und ob das Kartenlimit für die beabsichtigte Transaktion ausreicht (Tages- oder Wochenlimit oder Kontodeckung). Sollte die Autorisierungsanfrage bestätigt werden, so wird die Transaktion beendet. Das Konto des Kunden wird umgehend mit dem Betrag des Einkaufs belastet. Für beide Parteien (Kunde und Händler) bietet dieses Verfahren nur Vorteile im Sinne der Sicherheit.

Vertragliche Grundlage

girocard (ehemals electronic cash) wird verwaltet und unterhalten von den in der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) zusammengeschlossenen Spitzenverbänden. Das System basiert auf einer Vereinbarung zwischen den kreditwirtschaftlichen Spitzenverbänden im Namen ihrer Mitglieder und allen weiteren Teilnehmern des Systems. Damit sich verschiedene Anbieter auf dem Markt etablieren und gleichzeitig aber die hohen Standards des girocard-Systems gewährleistet werden können, gibt es ein Zulassungsverfahren, das die Einhaltung der Standards überprüft. Die kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände sind lediglich für die Systemverwaltung und Weiterentwicklung zuständig. So kann die Stellung als Wettbewerber ausgeschlossen und eine vollkommene Unabhängigkeit zur wettbewerblichen Servicebereitstellung garantiert werden.

Rollenmodell

Das girocard-System basiert auf einem Rollenmodell, das die gesamte Wertschöpfungskette der POS-Transaktionen einschließt. Vereinbarungen zwischen den einzelnen Parteien gewährleisten einen Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbietern. Die Teilnahme am girocard-System setzt dennoch die Anerkennung und Einhaltung der girocard- (ehemals electronic cash-) Vereinbarung voraus.

Im Wesentlichen können folgende Rollen unterschieden werden:

  • Karteninhaber
    Der Karteninhaber oder Sparkasse unterhält das aktuelle Konto, zu welchem die am girocard-System teilnehmende Karte gehört. Sie bezahlt erfolgreich abgeschlossene Transaktionen an den jeweiligen Händler. Mit der positiven Autorisierung gibt das Institut eine Zahlungsgarantie, die mindestens acht Tage vom Transaktionsdatum an besteht. Transaktionen können online oder – auf einer Chiptransaktion basierend – offline durchgeführt werden. Je nach Risikomanagement der ausgebenden Bank können Autorisierungsbeschränkungen sowie Offline-Parameter in der Karte definiert werden.
  • Kartenausgebendes Institut (Issuer)
    Die kartenausgebende Bank oder Sparkasse unterhält das aktuelle Konto, zu welchem die am girocard-System teilnehmende Karte gehört. Sie bezahlt erfolgreich abgeschlossene Transaktionen an den jeweiligen Händler. Mit der positiven Autorisierung gibt das Institut eine Zahlungsgarantie, die mindestens acht Tage vom Transaktionsdatum an besteht. Transaktionen können online oder – auf einer Chiptransaktion basierend – offline durchgeführt werden. Je nach Risikomanagement der ausgebenden Bank können Autorisierungsbeschränkungen sowie Offline-Parameter in der Karte definiert werden.

    Das Händlerinstitut stellt den Kontoservice für den einzelnen Händler bereit. In dieser Rolle bietet es dem Händler einen Inkassodienst für die am Terminal des Händlers durchgeführten Transaktionen. Das Händlerinstitut ist verantwortlich für die Darstellung der Transaktionen an die herausgebenden Banken und Sparkassen und wird dem Konto des Händlers die entsprechenden Summen der Transaktionen gutschreiben.
  • Händler
    Teilnehmende Händler benötigen ein Konto bei einem Händlerinstitut sowie eine Vertragsbeziehung mit einem Netzbetreiber zur Bereitstellung und zum Betrieb der POS-Terminals. Aufgrund dieser Vertragsverhältnisse sind die Händler in der Lage, girocard-Transaktionen zu akzeptieren, die mit am girocard-System beteiligten Karten durchgeführt werden.

    Netzbetreiber sind technische Serviceanbieter, die verantwortlich für die Bereitstellung und den Betrieb der girocard-Terminals sind. Jeder technische Serviceanbieter hat die Möglichkeit einer Zulassung zum girocard-System durch Einhaltung der technischen Anforderungen. Die Beteiligung am System als Netzbetreiber ist nicht auf Banken oder bankeneigene Unternehmen beschränkt.
  • Autorisierungssystem
    Jedes kartenausgebende Kreditinstitut muss ein Autorisierungssystem unterhalten, um die von diesem Institut herausgegebenen Karten durchgeführten girocard-Transaktionen zu autorisieren. Der Betrieb eines Autorisierungssystems kann an technische Serviceanbieter delegiert werden. Zurzeit gibt es vier Autorisierungskopfstellen, die alle teilnehmenden herausgebenden Banken und Sparkassen in Deutschland abdecken.


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Was ist girocard am POS? Was bedeutet electronic cash? Was ist das Zahlen mit Chip und PIN?

Technische Charakteristika des girocard-Systems

  • Beteiligte Karten
    Karten, die am girocard-System beteiligt sind, müssen den technischen Anforderungen der girocard- (ehemals electronic cash-) Vereinbarung entsprechen. Jede Karte und jedes girocard-Terminal muss Chip-Transaktionen auf Basis des EMV-Standards abwickeln können. Bei einer Zahlung über den EMV-Standard wird auf dem Chip eine entsprechende Anwendung ausgewählt.
  • Zahlungsgarantie
    Das girocard-System basiert auf der Zahlungsgarantie der Kartenherausgeber an den einzelnen Händler für jede erfolgreiche Transaktion. Die Transaktionen können sowohl online als auch offline durchgeführt werden. Der Händler kann seine Transaktionen im Rahmen der Zahlungsgarantie bis zu acht Tage später einreichen. Auch im Falle einer verspäteten Einreichung wird die betreffende Bank bemüht sein, die Zahlung zu akzeptieren.
  • Transaktionsautorisierung
    Alle Transaktionen müssen autorisiert werden. Dies kann entweder durch das Autorisierungssystem der kartenherausgebenden Bank oder durch die Chipkarte selbst (Offline-Autorisierung) durchgeführt werden. In jedem Fall muss sich der Karteninhaber durch PIN-Eingabe verifizieren.
  • Clearing und Settlement
    Die Abwicklung der Transaktionen zwischen Händlerinstitut und Händler sind nicht Bestandteil der girocard- (ehemals electronic cash-) Vereinbarung. Das bedeutet, dass das Clearing (die Verrechnung der Transaktion nach der Autorisation) sowie das Settlement (der dazugehörige monetäre Zahlungsausgleich) gemäß der konventionellen Abwicklungssysteme gehandhabt werden.

    Einzige Ausnahme ist das Format der Abwicklung, das seitens der electronic cash-Vereinbarung festgelegt ist – für Händler gilt bereits verbindlich das SEPA-Format. Privatkunden können bis zum 01.02.2016 noch zwischen dem SEPA-Format (IBAN und BIC) und dem veralteten DTA-Format (Kontonummer / Bankleitzahl) wählen. Nach diesem Stichtag gilt in jedem Fall ausschließlich das SEPA-Format.
  • Sicherheit und Zertifizierung
    Damit der Kartenherausgeber eine Zahlungsgarantie aussprechen und die hohen Standards einhalten kann, muss für das Terminal und den Netzbetrieb das Zulassungsverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft durchlaufen worden sein. Dabei finden eine Sicherheitsbegutachtung durch einen unabhängigen Experten sowie ein zusätzlicher Funktionstest statt. Die genauen Anforderungen sind im technischen Anhang der girocard (ehemals electronic cash-) Vereinbarung festgelegt.

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Technische Charakteristika des girocard-Systems

Das Deutsche Geldautomaten-System

Das Geldautomaten-System der deutschen Kreditwirtschaft (Deutsches Geldautomaten-System - DGS) ist ein System, das den Kunden der am DGS angeschlossenen Kreditinstitute Abhebungen mittels einer Debitkarte an Geldautomaten (GA) des DGS ermöglicht.

Den Aufbau und den Betrieb des institutsübergreifenden Systems Geldautomaten haben die kreditwirtschaftlichen Verbände Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR), Berlin, Bundesverband deutscher Banken e. V. (BdB), Berlin, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e. V. (VÖB), Berlin, und Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV), Berlin, vereinbart.

Die deutschen Kreditinstitute betreiben zurzeit ca. 60.000 DGS-Geldautomaten (Stand: Ende 2012). An diesen Geldautomaten werden gemäß den Anforderungen der deutschen Kreditwirtschaft die von den angeschlossenen Instituten emittierten Debitkarten mit dem girocard und/oder dem electronic cash-PINPad-Piktogramm akzeptiert. In der Übergangsphase können diese Karten auch noch das ec electronic cash-Zeichen tragen. Dem Betreiber des Geldautomaten ist freigestellt, auch die Geldautomatenanwendungen anderer Zahlungssysteme wie MasterCard, VISA, EUFISERV usw. anzubieten. Diese Anwendungen sind nicht Bestandteil des DGS.

Als einheitliche Schnittstelle für die Kommunikation zwischen den am Geldautomaten-System Beteiligten wurden die Technischen Anlagen und Anhänge zum Regelwerk über das deutsche Geldautomaten-System festgelegt. Zum Nachweis der Einhaltung dieser Anforderungen ist ein Zulassungsverfahren zu durchlaufen. Dies beinhaltet einen Konformitätsnachweis, der in einem Funktionstest sowie einer Sicherheitsevaluierung zu erbringen ist. Gegenwärtig werden die Geldautomaten der deutschen Kreditwirtschaft sukzessive von Magnetstreifen auf EMV-Chip-Anwendungen als präferiertes Verfahren umgestellt.

Zulassungsverfahren

Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) erteilt Geldautomaten für den Betrieb im Geldautomaten-System eine Typ-Zulassung. Die Administration der Zulassungen erfolgt durch den VÖB e. V.
Die Zulassung der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) umfasst nicht nur die verpflichtende Funktion für die deutsche GA-Anwendung, sondern auch die MasterCard Brands "Maestro, Cirrus, MasterCard Credit" für den Einsatz an Geldautomaten in Deutschland. Eine zusätzliche Zulassung durch MasterCard für deutsche Geldautomaten ist dadurch nicht mehr erforderlich. Ähnliches strebt die Deutsche Kreditwirtschaft mit VISA International und den anderen Kreditkartenorganisationen an.

Die Zulassungsstelle der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) erreichen Sie unter: zulassungsbuero@voeb.de

SEPA

Das Deutsche Geldautomaten-System entspricht in allen Punkten den Anforderungen des SCF (SEPA Cards Framework) des EPC (European Payments Council) und ist somit voll und ganz SEPA kompatibel.

Weder die Teilnahme am Deutschen Geldautomaten-System, noch der Betrieb sind national begrenzt, beides steht Teilnehmern aus anderen europäischen Ländern offen.  

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Das Deutsche Geldautomaten-System

SECCOS – Die Chipkartenplattform der Deutschen Kreditwirtschaft

SECCOS ist die Spezifikation der Deutschen Kreditwirtschaft für ein herstellerunabhängiges Multiapplikations-Chipkartenbetriebssystem. Es ist das „Pflichtenheft“ der Kreditwirtschaft für Chipkartenbetriebssysteme, die auf kreditwirtschaftlichen Zahlungskarten zum Einsatz kommen. Der Name „SECCOS“ steht dabei für „SEcure Chip Card Operating System“. Chipkarten, für die der Nachweis erbracht wurde, dass sie die funktionalen und sicherheitstechnischen Anforderungen der Kreditwirtschaft erfüllen, dürfen als SECCOS-Chipkarten bezeichnet werden. Der Standard steht damit äußerlich erkennbar für geprüfte Qualität und Sicherheit.

Um Unabhängigkeit in der Herstellerwahl zu gewährleisten, wurde SECCOS als herstellerunabhängiger Standard entwickelt und frei zugänglich gemacht. Die Spezifikation erlaubt jedem Hersteller, SECCOS-kompatible Produkte zu entwickeln und weltweit zu vermarkten.

Obwohl SECCOS ursprünglich vor allem für Debitkarten entwickelt wurde, zeigte es sich als sinnvoll, die Plattform für die unterschiedlichsten Anwendungsfelder zu öffnen. Die Plattform erlaubt Instituten so eine enorme Flexibilität in der Ausgestaltung der Kartenanwendungen. Neben Debit-Zahlungen können auch Prepaid-Zahlungen (aktuell z. B. GeldKarte und girogo) sowie zahlreiche Zusatzanwendungen wie der elektronische Fahrschein, Marktplatzanwendungen oder die digitale Signatur über SECCOS genutzt werden. Mit der digitalen Signatur kann die Karte noch mehr als zuvor den elektronischen Zugang des Kunden zu seiner Bank oder Sparkasse sichern und umgekehrt auch zum zentralen Zugangsmedium des Instituts zu seinem Kunden werden.

Zusätzlich werden die EMV-basierten Anwendungen der internationalen Zahlungssysteme (MasterCard, Maestro, Visa und V Pay) unterstützt. Aufbauend auf der EMV-Anwendung wurde darüber hinaus die sogenannte TAN-Anwendung entwickelt, die zur Absicherung von Homebanking- und E-Commerce-Transaktionen genutzt werden kann.

SECCOS ermöglicht damit bereits heute eine Vielzahl unterschiedlicher Kartenausprägungen von der kontoabhängigen Debitkarte mit Prepaid-Funktion über Kreditkarten mit EMV-Anwendung bis hin zu Citycards, Mitarbeiterausweisen und Dual-Interface-Karten für den öffentlichen Personenverkehr.

Durch umfassend abgestimmte Migrationszyklen bei den Ergänzungen oder Änderungen des Standards wird für Hersteller und Kartenemittenten maximale Investitionssicherheit gewährleistet.

Mehr als 100 Millionen Chipkarten im Feld und mehr als 10 Jahre Erfahrung belegen den Erfolg der SECCOS-Strategie.

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SECCOS – Die Chipkartenplattform der Deutschen Kreditwirtschaft

Bezahlen mit der girocard: Sicherheit und Datenschutz

Der Bezahlvorgang mit der girocard geht nicht nur besonders schnell und einfach vonstatten, sondern vor allem auch sehr sicher. Sämtliche Daten des Karteninhabers werden dabei geschützt.

Das Bezahlen mit der girocard beruht auf modernster Chip-Technologie und entspricht den hohen Sicherheitsstandards der Deutschen Kreditwirtschaft. Diese werden stets aktualisiert und weiterentwickelt.

Damit die girocard vor der Verwendung Unbefugter geschützt ist, muss ein PIN eingegeben werden. Die PIN ist ein primäres Sicherheitsmerkmal der girocard und sollte nie zusammen mit der girocard aufbewahrt oder an Dritte weitergegeben werden. Idealerweise sollte man sich die PIN merken und nirgendwo notieren. Sollte man sich die PIN nicht merken können, empfiehlt es sich, die Zahlen mit einer kleinen Kurzgeschichte oder einem Merksatz zu verknüpfen. Beispielsweise bei der persönlichen Identifikationsnummer „1471“: „Deutschland gewinnt 2014 7 zu 1 gegen Brasilien bei der WM.“

Damit die Transaktion abgeschlossen werden kann, muss die Karte eindeutig identifizierbar sein. Dafür wird die Kartennummer (die sog. PAN) auf der girocard gespeichert und beim Bezahlvorgang übertragen. Diese PAN enthält unter anderem die Kontonummer des Karteninhabers. Zudem ist noch ein sogenanntes Echtheitszertifikat für den Kopierschutz der Karte hinterlegt. Diese Informationen lassen keine Rückschlüsse auf personenbezogene Daten zu und ein Personenbezug kann nicht hergestellt werden.

Übrigens: Bei Verlust der girocard sollte man sich umgehend bei der Sperrzentrale des eigenen Kreditinstituts melden! Für manche Institute gilt der zentrale Sperrnotruf 116 116. Sollten Sie Fragen haben oder unsicher sein, wie Sie bei der Kartensperrung vorgehen sollen, wenden Sie sich an Ihre Hausbank.

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Bezahlen mit der girocard: Sicherheit und Datenschutz

Die Geschichte der girocard

Fast jedermann hat sie im Portemonnaie – die girocard. Doch auch die girocard fing einmal ganz klein an. Die Geschichte der girocard begann mit der Ausgabe von eurocheque-Karten im Jahr 1968. Damals konnte diese Karte lediglich als Garantiekarte für den Bargeldbezug beim entsprechenden Kreditinstitut oder für das elektronische Bezahlen genutzt werden. Da Schecks nicht maschinenfähig gemacht werden konnten, war diese Bezahlmethode mit hohen Kosten verbunden.

Zudem waren ab Ende der 70er-Jahre stetig mehr Bargeldautomaten verfügbar und der Bargeldbezug für Kunden von Banken und Sparkassen wurde einfacher. In der Folge wurde der eurocheque-Karte eine weitere Debitfunktion, die unmittelbare Abbuchung von Geldausgabeautomatenbezügen, hinzugefügt. Der Grundstein für die Debitkarte, wie wir sie heute kennen, war gelegt.

1990 wurde electronic cash für den Bargeldbezug am Automaten samt einer Funktion für die Bezahlung am POS erstmals getestet und ein Jahr später (1991) flächendeckend eingeführt. Sowohl das Geldabheben, als auch das Bezahlen funktionierte nur über die Eingabe der persönlichen Geheimzahl (der PIN).

Im Jahr 2001 wurde die Bezahlung mit Scheck eingestellt. Durch die zufällige Buchstabengleichheit von eurochecque und electronic cash, blieb der umgangssprachlich bekannte Name ec-Karte bestehen.

Das girocard-System besteht grundsätzlich aus den zwei Debit-Zahlungssystemen „electronic cash“ und dem „Deutschen Geldautomaten-System“.

Da für den Nutzer eine derartige Unterscheidung aber nicht verständlich war, löste im Jahr 2007 die Marke girocard beide Systeme ab und bildete das girocard-System. Gleichzeitig wurde im Jahr 2007 die Bezeichnung „ec-Karte“ durch die Bezeichnung „girocard“ abgelöst. Die Bankkarten wurden ab diesem Zeitpunkt mit dem girocard-Logo versehen.

Für die Kunden hat sich mit der Umstellung nicht merklich etwas verändert. Die dahinterstehenden Standards sind im Vergleich zu ihrem Vorgänger, der eurocheque-Karte, jedoch wesentlich sicherer geworden. Der Magnetstreifen spielt dank hochmoderner Chiptechnologie in Deutschland keine Rolle mehr. Jährlich werden in Deutschland um die 2,6 Milliarden girocard Transaktionen getätigt – und nicht eine einzige Transaktion wurde dabei verfälscht oder manipuliert. Man kann daher zu Recht von einer absoluten Systemsicherheit von deutschen girocards an deutschen girocard-Akzeptanzstellen sprechen. Qualität „Made in Germany“.

Zudem wurde die Akzeptanz der deutschen Debitkarten im SEPA-Raum erleichtert.

Heutzutage sind über 100 Millionen girocards im Umlauf. Damit kann an Akzeptanzstellen in ganz Deutschland mit Chip und PIN bezahlt oder an 60.000 Geldautomaten Bargeld bezogen werden.

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Die Geschichte der girocard

Die Deutsche Kreditwirtschaft – Die Interessensvertretung der Spitzenverbände

Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) ist ein Zusammenschluss kreditwirtschaftlicher Verbände, bestehend aus dem Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV),dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) sowie dem Bundesverband öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) und dem Verband deutscher Pfandbriefmarken (vdp).

Diese fünf Spitzenverbände vertreten gemeinsame Standpunkte gegenüber gesetzgebenden Organen, der Regierung, den Behörden sowie der Politik auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Auch leisten sie Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit und der Presse. Da gerade das Thema Sicherheit mit der zunehmenden Digitalisierung in Gesellschaft und Politik an Bedeutung gewonnen hat, erarbeitet die DK standardisierte Regelungen in den Bereichen Zahlungsverkehr und Kartenzahlungssysteme. Zudem setzt sich die Deutsche Kreditwirtschaft stark für die Harmonisierung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in Europa ein.

Mit der Federführerschaft wechseln sich BVR, BdB und DSGV jährlich ab.

Erfahren Sie mehr über die Deutsche Kreditwirtschaft.

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Die Deutsche Kreditwirtschaft – Die Interessensvertretung der Spitzenverbände 

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